Informationen von und über den Verein Wiener Schneiderclub und Wächewarenerzeuger
Am Judenplatz im Zentrum Wiens befindet sich ein auch ein sehenswertes Bürogebäude, das mit „Haus der bürgerl. Schneider“ beschriftet ist. Dieses Gebäude, wurde 1838 errichtet und ersetzte drei ältere Gebäude der damaligen Zeche der Kleidermacher. Es ist seit dieser Zeit der jeweiligen Berufsorganisation der Schneider (Zeche, Zunft, Genossenschaft, Innung), die lange Zeit eine der größten Berufsgruppen Wiens.
Mit der Versammlungsfreiheit 1867 wurde auch die Bildung von Vereinen möglich, die die damalige Genossenschaft in ihren Aufgaben ergänzen und unterstützen konnten. Das Haus bot genügend Platz dafür.
Eine davon war die „Vereinigung von Meistersöhnen der Kleidermacher und incorporierten Genossen-schaften Wiens“ , die 1898 gegründet wurde, jedoch zu Beginn des ersten Weltkrieges nicht mehr existierte. Wien war zu dieser Zeit Residenzstadt des Kaisertums Österreich mit – nach die Eingemeindung von 34 Vorstädten – über 400000 Einwohnern.
Nach Ende des Krieges bestand das Kaiserreich nicht mehr, Österreich war eine Republik und Wien nicht nur Hauptstadt, sondern eines von 9 Bundesländern.
Schon bald, Ende 1924 / Anfang 1925 wurde der jetzige Verein „Wiener Schneiderclub und Wäschewarenerzeuger“ als „Vereinigung von Meistersöhnen der Kleidermacher(innen) Wiens gegründet. Die Vereinssitzungen finden unverändert im Schneiderhaus statt. Zweck des Vereins ist die Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls unserer Mitglieder sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung insbesonders auch des Berufsnachwuchses. Die Vereinsmitglieder sorgen dafür, dass die handwerklichen Fertigkeiten und Traditionen auch an die nächste Generation weitergegeben werden.
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